
Mondraker Dune Carbon im Test: “Warum sollten wir ein Bike bauen wie von Marke X, Y oder Z? Die gibt’s alle schon. Wir hören auf unsere Teamfahrer und wir bauen das Bike so, wie sie es gerne gebaut haben möchten.” Mit dieser Aussage beginnt die Präsentation zum neuen Endurobike von Mondraker – und dass deren Teamfahrer schnell sind, steht außer Frage. Wie dieses Teamfahrer-Wunschkonzert aussieht und wie gelungen das Hybridbike aus dem Trailbike Foxy Carbon [hier im Test] und dem Downhiller Summum Carbon [hier im Test] gelungen ist – davon durften wir uns an zwei Testtagen in Leogang überzeugen.
Mondraker Dune Carbon – in aller Kürze
Mondraker schickt mit seinem Dune Carbon ein zwar sündhaft teures, aber extrem durchdachtes Enduro ins Rennen, das mit der Forward Geometry vor allem Leute mit Hang zu hohen Geschwindigkeiten glücklich machen dürfte. Wer keine Unsummen ausgeben möchte, kann mit der Aluminiumoption von den (annähernd) gleichen Fahreigenschaften profitieren, welche die Einstellbarkeit von so manchem Downhillbike in den Schatten stellen.


Design und Historie des Mondraker Dune Carbon
“Like a shark – the form flows but still it’s aggressive and it can kill you!” Marc Bieto, Industriedesigner bei Mondraker
Wie viele Präsentationen ich von neuen Bikes in den letzten Jahren gesehen habe, weiß ich nicht – es waren viele. Die wenigsten davon sahen ein Zeitfenster für den Industrie-Designer vor. Mit seinen Wurzeln im Designbüro Zero von Cesar Rojo war es nicht verwunderlich, dass Marc Bietos Augen glänzten, als er über die Formensprache referierte.
Skizzen des Rahmens, Bilder von Kampfjets und Concept-Cars zischten über den Bildschirm und doch wurde Mark erst langsam warm. Er erklärte mit großer Leidenschaft sämtliche Details von Kabeleingängen und Schlagschutzgummierungen.
Die Dune-Plattform wurde vor 6 Jahren bei Mondraker gestartet und durchlief eine vielfältige Entwicklung. Nicht von Anfang an setzte man auf die “Forward Geometry”, sondern erst ab 2013.
Als die Geometrie feststand und die Mould für den Carbon-Rahmen geöffnet wurde, war die Arbeit der Entwicklung allerdings noch lange nicht getan. Bei Mondraker weiß man, dass man einen Rahmen nicht nach bloßen Steifigkeitsnummern bewerten kann, die auf einem Prüfstand ermittelt werden. Ein Fahrradrahmen ist weitaus komplexer und das Fahrverhalten des Bikes muss sich im Gelände beweisen, in dem es später bewegt wird.
So experimentierte man mit unterschiedlichsten Layouts der Carbonlagen, um eine ideale Mischung aus Flex, Steifigkeit und Gewicht zu erreichen.
Forward Geometry
Das Konzept der Forward Geometry verfolgt Mondraker seit 2013 und war in verschieden starken Ausprägungen an allen High-End Modellen der Marke zu finden. Vor allem in Zusammenarbeit mit Fabien Barel erreichte es teilweise recht extreme Ausarbeitungen, mit denen nicht immer jeder Endkunde zurecht kam. Das Dune Carbon ist ebenfalls auf der Basis der Forward Geometry entwickelt, kommt ab Werk aber mit einem moderaten 30 mm Vorbau. Mondraker bietet optional noch einen 20 mm und einen 10mm Vorbau an.
Der Rahmen
Carbon, wohin man blickt. Bis auf den unteren Umlenkhebel am Hinterbau und Ausfallenden ist fast alles aus dem schwarzen Werkstoff gefertigt. Interne Zugführung sorgen für eine aufgeräumte Optik, dürften aber so manchen Schrauber einiges an zusätzlicher Zeit kosten. Größere Lager sowie durchgängige Aluminiumachsen sollen die Lebensdauer der Lager und die entstehenden Seitenkräfte besser auffangen.
Systemintegration nimmt mehr und mehr Einzug in der Fahrradwelt. Zum Glück: Denn langsam aber sicher sind die Zeiten von schlauchumwickelten Kettenstreben vorbei. Auch am Dune setzt man auf entsprechende Schlagschutzelemente, welche für ein leises Fahrerlebnis sorgen sollen. Der Dämpfer soll ebenfalls vor Schlammbeschuss geschützt werden. Hier sorgt ein herausnehmbares Carbonschild für Schutz und weniger Matschansammlung in den Umlenkhebeln.
“Everything is designed – we payed attention to every detail” Marc Bieto, Industriedesigner bei Mondraker
Im Zuge der dick/dünn-Kettenblätter und gedämpften Schaltwerke wurden Kettenführungen in den meisten Fällen überflüssig. Hierbei entfiel allerdings oft auch der Kettenblattschutz in Form von Tacos oder ähnlichen Konstruktionen. Mondraker setzt am Dune auf eine eigene Carbonkonstruktion, die nicht nur dem Steinkontakt vorbeugen soll, sondern auch so nah am Kettenblatt sitzt, dass ein Abwurf der Kette in Richtung Rahmen ziemlich unmöglich sein sollte.
In diesem Bereich findet sich ein zwischenzeitlich etwas selten gewordenes Bild: Ein geschraubtes BB73 Tretlagergehäuse. Zum einen scheint der Platz für das Zero-Suspension-Design benötigt worden zu sein, zum anderen wurde mir gesagt, dass man hier weitaus weniger Geräuschprobleme via Knacken bekommen hätte. Und das ist definitiv zu begrüßen.
Zero Suspension System
Ein virtueller Drehpunkt sorgt zusammen mit einem schwimmend gelagerten Dämpfer, der von beiden Seiten komprimiert wird, für ein sehr sattes Fahrwerksgefühl. Gegen Ende des Federwegs am Dune ist eine sehr angenehme Progression in der Kennlinie spürbar.
Je nach Dämpfer (Float X oder Float X2) herrscht auch wenig Bewegung beim Pedalieren: Wer mit dem Float X mehr Ruhe möchte, kann diese über den bekannten kleinen blauen Hebel schaffen. Im Gegenzug bringt der Float X2 vom Grundsetup etwas mehr Lowspeed-Druckstufe mit sich, was (bei entsprechendem Setup in dieser Richtung) den Hebel des Float X nicht wirklich vermissen lässt.

Bergab
Bedingt durch die gerade erst anlaufende Produktion des Fox Float X2 waren nicht alle Dune XR Testbikes mit diesem Dämpfer bestückt. So verbrachte ich den ersten Tag des Pressecamps auf dem Fox Float X Modelljahr 2016 und erst den zweiten Tag auf dem X2, der auch der Serienausstattung des XR Modells entspricht. Am mittleren RR Modell ist der Float X verbaut. Daher möchte ich beide Fahreindrücke schildern.
Fox Float X 2016
Der verbaute Float X entsprach bereits Modelljahr 2016 und weist einige Neuerungen auf. So bezieht sich die schwarze dreiteilige Unterabstimmung unterhalb des Haupthebels nicht mehr auf die mittlere Low-Speed Kompression (und Hebeleinstellung), sondern auf die offene. Wechsle ich in die mittlere Position, bekomme ich eine Abstimmung, die über den dreien der ersten Position liegt und obendrauf noch die “festeste” auf der dritten Position.
An meinem Testbike in dieser Ausführung nicht verbaut, bietet der Float nun auch die Möglichkeit, bei der Verwendung einer Fernbedienung vom Lenker aus die Feinabstimmung des (offenen) Modus zu behalten. Diese Möglichkeit verlor man beim alten Float.
Fahrfertige 95kg machen den Float X und mich seit Jahren nicht zu den allerbesten Freunden. Der hohe Druck, der bei dieser Gewichtsklasse erforderlich ist, bedeutet eine hohe Beanspruchung der Druck- sowie Zugstufen. Extern nur an der Low-Speed Zugstufe einstellbar, machte mich auch dieses Mal der Dämpfer als Flatpedal-Fahrer nicht 100% glücklich. Möchte ich gewährleisten, dass ich bei harten Einschlägen (Nutzung von viel Federweg) nicht herauskatapultiert werde und den Pedalkontakt verliere, bin ich hier gezwungen eine etwas langsamere Abstimmung zu wählen. Diese macht mir dann wiederum Probleme bei extremeren Situationen mit vielen schnellen Schlagfolgen. Hier konnte sich das Fahrwerk nicht immer schnell genug erholen, um auf das nächste Hindernis zu reagieren. In Summe bedeutet dies ein nicht immer gewährleisteter Kontakt zum Plattformpedal.
Dieses Problem entsteht allerdings primär in meiner Gewichtsklasse (oder darüber). Verschiedene Tests mit leichteren Fahrern in der Vergangenheit zeigten hier weniger bis keine Probleme.

Trotz dieser Einschränkung in meiner Gewichtsklasse war die Abstimmung auf die Kinematik des Dune sehr gelungen. Um in Passagen mit unterschiedlichen Anforderungen (Pedalierbarkeit, Gegenhalt oder Grip auf losem Untergrund) glücklich zu werden, ertappte ich mich aber dennoch dabei, des Öfteren zum Dämpfer zu greifen, um zum Beispiel auf flowigeren Passagen mehr Gegenhalt vom Fahrwerk zu bekommen.
Fox Float X2
Mit großer Erwartung startete ich dann am zweiten Testtag mit einem kleinen Upgrade am Dune XR. In dieser Ausstattungsvariante kommt der Rahmen bestückt mit dem neuen Fox Float X2 ins Haus. Wir passten den Sag an und richteten uns an der Einstellungsempfehlung von Fox aus, was die vier Einstellmöglichkeiten für Druck- und Zugstufen anging. Dann ging es ab auf die Strecke.
Bereits auf den ersten Metern war der Unterschied sehr klar spürbar. Trotz der beschränkten Einstellbarkeit des Float X vom Vortag und den geschilderten Nachteilen für mich als schwerem Flatpedal-Fahrer, fühlte ich mich sehr sicher auf dem Rad. Nun glänzte das Dune mit einem stark verbesserten Streckengefühl. Straff – mit Pop, Feedback und Reserven – ohne dabei auf Schlägen harsch zu wirken, gab mir dieses Fahrwerk ein noch höheres Vertrauen bei hohen Geschwindigkeiten. Und das, obwohl die Strecke in Matsch ertrank und man zu Fuß kaum auf ihr laufen konnte, ohne nicht nach 2 Metern auf dem Hinterteil zu sitzen.

Fox 36 – 2016
Lange fragte man sich, wann sich Fox endlich von der doch etwas umständlichen 20mm-Achsklemmung der 36 abwenden werde. Dieser Punkt ist jetzt gekommen: Fans der 20mm Achse werden damit vielleicht nicht glücklich werden, denn das optionale Casting der 36 mit Schnellverschluss gibt es lediglich mit 15 mm Achse.
Zusätzlich gibt es eine Variante der 36 für Piloten, die sich nicht mit einer Unmenge an Klicks für die keine minutiös genaue Abstimmung wünschen, sondern lieber schnell und einfach zwischen offener, fester oder geschlossener Low-Speed-Einstellung wechseln möchten. Die Drei-Positionen-Logik des Float X findet sich nun auch an der 36 in der Modellvariante Dune Carbon RR und hört auf den Namen Fox 36 Float 3Pos.
Das Fahrwerk
Beeindruckt von der ersten Abfahrt mit dem X2, ging es dann für mich um die Feinabstimmung des Fahrwerks und die Optimierung auf meine Vorlieben sowie die aktuellen Begebenheiten. Dies bedeutete:
- Erhaltung der Geometrie auch im gröbsten Geläuf
- Balance
- Reserven bei harten Landungen
- Grip
Wer sich auf dem Rad wohl und vor allem sicher fühlt, kann höhere Geschwindigkeiten fahren, ohne in Stress zu geraten. Bei einem Enduro-Race-Bike sollte dies immer die Kernkompetenz sein. Das Dune sorgte – trotz der widrigen Streckenbedingungen – genau für dieses Gefühl bei mir.
So fing ich an, ruppige Passagen einfach ungebremst zu nehmen, Kanten und Absätze zu überfliegen und zu versuchen, an Teamfahrer Markus Pekoll dranzubleiben (leider immer noch erfolglos). In Summe sorgte diese kompromisslose Fahrweise, die so auch im Enduro-Rennzirkus betrieben wird, für eine solide Auslotung der Grenzen des Fahrwerks. So wanderten im weiteren Testverlauf bei gleichem Luftdruck zwei große Volumenspacer in die 36 und am Dämpfer erhöhte sich klickweise mit jeder Fahrt die Druckstufeneinstellung.
“Das Dune dürfte als Gesamtkonzept aktuell eines der ausbalanciertesten Räder am Markt sein.” Jens, Testfahrer
Was mit am Dune am meisten beeindruckt, ist die Balance des Gesamtkonzepts. Lässt man sich auf das Rad ein und gibt die Zweifel am Streckeneinstieg ab, sind einem von Seiten des Fahrrads kaum Grenzen gesetzt. Egal ob im Enduro-Terrain oder im Bikepark. Die Streckenbedingungen bei uns waren in Summe recht bescheiden und rutschige Wurzeln mit losem Schotter wechselten sich ab. Oft sorgen solche Bodenverhältnisse für Zurückhaltung was die Geschwindigkeit und Entschlossenheit des Piloten angeht. Das Dune schürte hier aber nur kontinuierlich mein Vertrauen das das schon geht – auch ohne Bremse.
Fing das Heck an auszubrechen oder das Vorderrad den Grip auf einer matschigen Wiese kurzzeitig vergeblich zu suchen, bedeutete das nicht, dass man die Geschwindigkeit drosseln musste. Zuverlässig gewann das Rad den Grip innerhalb kürzester Zeit zurück und fing erneut an zu fragen, warum man eigentlich nicht schneller fahren würde.
Ein Ende der Fahnenstange war für mich an diesen beiden Tagen definitiv nicht erreicht und gerne hätte ich noch mehrere Tage dieses Ziel verfolgt. Leider lässt das kleine Zeitfenster der Testtage bei mir die Frage offen, wo denn nun wirklich bergab die Grenzen dieses Rades liegen.
Bergauf
Auch hier denkt man sich auf den ersten Metern: Was eine lange Kiste! Nicht nur der Anblick des Dune in XL ist einfach ungewohnt, sondern jedes bekannte Fahrmanöver. Ein Reach von 508 mm und ein Radstand von 1265 mm sorgt allerdings für ein durchaus angenehmes Kletterverhalten. Man sitzt zentral und die schiere Länge sorgt, trotz der 430er Kettenstreben dafür, dass das Vorderrad auch in steilen Abschnitten solide am Boden bleibt. Lediglich der flache Lenkwinkel von 66° in Kombination mit dem kurzen 30 mm Vorbau macht die Lenkzentrale bei langsamer Fahrt etwas kippelig. Hier gilt es, ähnlich wie auch schon für die Abfahrt, eine gewisse Grundgeschwindigkeit an den Tag zu legen, um nicht in Balanceakten in Korrigierungseskapaden zu verfallen, die unnötige Kraft kosten.
Schattenseiten
Beim obligatorischen Fotoshooting des Bikes hatten wir nicht immer den Schwung und die Geschwindigkeit, die man beim flüssigen Abfahren einer Strecke mit sich bringt. So zeigte sich das Dune – insbesondere in der von mir gefahrenen XL Version – etwas unwillig, wenn es enger wurde. Identische Passagen, die ich beim Durchfahren ohne Stop, ohne Probleme meistern konnte, wurden plötzlich zu einer unerwartet komplizierten Angelegenheit. Das Bike wollte einfach nicht rum um die Kurve… es war zu lang und unhandlich. Es fehlte die Dynamik, die aus der Geschwindigkeit heraus entsteht.

Wer Strecken nicht attackiert und nicht eine gewisse Grundgeschwindigkeit und Fluss beim Fahren mit sich bringt, wird vermutlich mit der regulären Größenempfehlung von Mondraker seine Probleme bekommen. Hier sollte man sich vorher fragen, wo die persönlichen Schwerpunkte liegen und entweder die Rahmengrößen nach unten korrigieren, um mehr Wendigkeit zu erreichen, oder aber Bikes mit einer weniger geschwindigkeitsorientierten Geometrie wählen.
Das Dune ermöglicht nicht nur eine rabiate und schnelle Fahrweise, es provoziert sie geradezu. Die Wahl der Bremsanlage mag sicher auch nach Gewichtsgesichtpunkten erfolgt sein, aber die Guide RSC mit 180er Scheiben an Front und Heck vermochte mein Gewicht, in Kombination mit kurzen, harten Bremsmanövern auf den Strecken in Leogang, nicht immer ganz Stand zu halten. Fading und schwache Bremsleistung trübten den sonst so brillanten Eindruck des Komplettbikes etwas. Leichtere Fahrer sollten hier wahrscheinlich keine Probleme bekommen, aber schwere Fahrer sollten eventuell über 200er Scheiben oder Code-Sättel nachdenken, um die Geschwindigkeit im Grenzbereich immer verlässlich anpassen zu können.

Anpassbare Geometrie
Im Auslieferungszustand kommt das Dune mit einem 66* Lenkwinkel. Klar gebe es Trends – so Mondraker – hier auch bei Endurobikes noch extremer zu gehen, aber dieser Wert sei, insbesondere mit der Forward Geometrie, die nicht so sehr auf einen flachen Lenkwinkel für Laufruhe angewiesen ist, ein sehr guter Mittelwert. Wer seinen Schwerpunkt anders setzen möchte, kann den Lenkwinkel über mitgelieferte Schalen auf 65 Grad abflachen oder auf 67 Grad erhöhen.
Die Kettenstrebenlänge ist ebenfalls über ein mitgeliefertes Ausfallende anpassbar. Hier stehen dem Kunden 430 mm und 440 mm zur Verfügung. In Leogang habe ich das Dune lediglich mit 430 mm getestet.
In Summe werden vom Dune Carbon vier Rahmengrößen angeboten. S, M, L und XL.
Ausstattungsvarianten
Dune Carbon XR | Dune Carbon RR | Dune Carbon R | |
---|---|---|---|
Rahmen | Dune Steath full Carbon Zero Suspension System FG 160 mm | Dune Steath full Carbon Zero Suspension System FG 160 mm | Dune Steath full Carbon Zero Suspension System FG 160 mm |
Größen | S: 380 mm / M: 420 mm / L: 470 mm / XL: 510 mm | S: 380 mm / M: 420 mm / L: 470 mm / XL: 510 mm | S: 380 mm / M: 420 mm / L: 470 mm / XL: 510 mm |
Dämpfer | Fox Float X2 Factory Kashima 215 x 63,5 mm | Fox Float X 3Pos lever Adjust Factory Kashima 215 x 63,5 mm | RockShox Monarch Plus RC3 DebonAir HV Eyelet, 215 x 63,5 mm |
Gabel | Fox 36 27,5 Float HSC LSC FIT Factory Kashima 15 mm Tapered 170 mm | Fox 36 27,5 Float 3Pos Lever FIT4 Factory Kashima 15 mm Tapered 160 mm | RockShox Pike 27,5 RC 15 mm Axle Tapered 160 mm |
Steuersatz | FSA N°42 ACB Bearings integrated Tapered 1-1/8"->1/5" | Fsa N°57 Tapered 1-1/8"->1/5" | Fsa N°57 Tapered 1-1/8"->1/5" |
Vorbau | Onoff Stoic FG 35 mm | Onoff Stoic FG 35 mm | Onoff Stoic FG 30 mm |
Lenker | Onoff Stoic UD Carbon 0,5" rise 780 mm | Onoff Stoic UD Carbon 0,5" rise 780 mm | Mondraker Dune R Carbon custom design 1" rise 780 mm |
Griffe | Onoff Diamond, 1lock-on, 130 mm | Onoff Diamond, 1lock-on, 130 mm | Onoff Diamond, 1lock-on, 130 mm |
Sattelstütze | RockShox Reverb Stealth 31,6 mm | RockShox Reverb Stealth 31,6 mm | RockShox Reverb Stealth 31,6 mm |
Sattel | SDG Circuit MTB, high density PU foam, TI-crmo rails, black cordura sides | SDG Circuit MTB, high density PU foam, silver crmo rails | SDG Circuit MTB, high density PU foam, silver crmo rails |
Bremsen | Sram Guide RSC 180 mm / 180 mm | Sram Guide RS 180 mm / 180 mm | Sram Guide R 180 mm / 180 mm |
Bremsgriffe | Sram Guide RSC Forged alloy lever with bearing lever pivot | Sram Guide RS Forged alloy lever with bushing lever pivot | Sram Guide R Forged alloy lever with bushing lever pivot |
Felgen | Mavic Crossmax Pro XL LTD 27,5 23 mm internal width, tubeless. 24H | DT E1700 Spline 27,5 Tubeless Ready, 25 mm inner width, 28H | DT E1900 Spline 27,5 Tubeless Ready wheelset |
Speichen | Mavic Zicral, straight pull, round | DT Competition, Straight pull | DT Champion |
Vorderrad-Nabe | Mavic Crossmax XL, alloy axle, adjustable sealed bearings, 15 mm | DT E1700 Spline 15 mm x 100 mm | DT E1900 Spline 15 mm |
Hinterrad-Nabe | Mavic Crossmax XL,, alloy axle, 12 x 142 mm XXD 1x11 Rear axle DT RWS | DT E1700 Spline 12x142 mm XXD 1x11 Rear axle DT RWS | DT E1900 Spline 12x142 mm XXD 1x11 freehub. Rear axle DT RWS |
Reifen | F: Crossmax Charge XT Ltd Front 2,4 / R: Crossmax Quest XL Ltd Rear 2,4 | Maxxis High Roller II 27,5x2,3 Tubeless Ready Dual compound Exo | Maxxis High Roller II 27,5x2,3 Tubeless Ready Dual compound Exo |
Kurbel | Sram X01, 24 mm spindle, 94 BCD, 170 mm, 32T X-SYNK chainring | Race Face Aeffect SL 24mm spindle Spiderless Direct Mount 32T | Race Face Aeffect SL 24mm spindle Spiderless Direct Mount 32T |
Tretlager | Sram GXP XR, sealed bearings, 73 mm | Race Face X-Type, sealed bearings, 73 mm | Race Face X-Type, sealed bearings, 73 mm |
Kette | Sram PXC1 11s | Sram PCX1 11s | Shimano HG60011 11s |
Schaltwerk | Sram X01 Type2 1x11s carbon long cage X-Horizon actuation | Sram X01 Type2 1x11s carbon long cage X-Horizon actuation | Shimano XT SGS RDM8000 Shadow Plus 11s |
Trigger | Sram Trigger X01 11s, carbon. X-Actuation, Zero Loss Technology | Sram Trigger X01 11s, carbon. X-Actuation, Zero Loss Technology | Shimano XT SLM8000, Rapidfire plus, 11 speed rear |
Kassette | Sram PG-1180, 10-42T 11s, XXD freehub only | Sram PG-1175, 10-42T 11s, XXD freehub only | Shimano XT CSM8000 11-42T 11s |
Gewicht (ohne Pedale) | 12,9 kg | 12,6 kg | 12,9 kg |
Preis | 8.999€ | 7.499€ | 5.999€ |
Geometrie
Durch die 170 mm 36 im XR Modell fällt die Geometrie gegenüber RR und R mit 160 mm Federweg minimal anders aus.
Dune XR Geometrie
Rahmengröße | S | M | L | XL |
---|---|---|---|---|
Sattelrohrlänge | 380 mm | 420 mm | 470 mm | 510 mm |
Oberrohrlänge | 610 mm | 630 mm | 655 mm | 673 mm |
Tretlagerabsenkung | 5 mm | 5 mm | 5 mm | 5 mm |
Tretlagerhöhe | 350 mm | 350 mm | 350 mm | 350 mm |
Kettenstrebenlänge | 430 mm | 430 mm | 430 mm | 430 mm |
Sitzwinkel | 69,9° | 69,9° | 69,9° | 69,9° |
Sitzwinkel (effektiv) | 74,7° | 74,7° | 74,7° | 74,7° |
Lenkwinkel | 66° | 66° | 66° | 66° |
Gabel Offset | 44 mm | 44 mm | 44 mm | 44 mm |
Radstand | 1198 mm | 1218 mm | 1243 mm | 1265 mm |
Steuerrohrlänge | 110 mm | 110 mm | 120 mm | 130 mm |
Reach | 452 mm | 472 mm | 493 mm | 508 mm |
Stack | 596 mm | 596 mm | 606 mm | 613 mm |
Dune RR und R Geometrie
Rahmengröße | S | M | L | XL |
---|---|---|---|---|
Sattelrohrlänge | 380 mm | 420 mm | 470 mm | 510 mm |
Oberrohrlänge | 610 mm | 630 mm | 655 mm | 673 mm |
Tretlagerabsenkung | 5 mm | 5 mm | 5 mm | 5 mm |
Tretlagerhöhe | 347 mm | 347 mm | 347 mm | 347 mm |
Kettenstrebenlänge | 430 mm | 430 mm | 430 mm | 430 mm |
Sitzwinkel | 70° | 70° | 70° | 70° |
Sitzwinkel (effektiv) | 75° | 75° | 75° | 75° |
Lenkwinkel | 66,5° | 66,5° | 66,5° | 66,5° |
Gabel Offset | 44 mm | 44 mm | 44 mm | 44 mm |
Radstand | 1193 mm | 1213 mm | 1238 mm | 1260 mm |
Steuerrohrlänge | 110 mm | 110 mm | 120 mm | 130 mm |
Reach | 452 mm | 472 mm | 493 mm | 508 mm |
Stack | 593 mm | 593 mm | 603 mm | 610 mm |
Preise
Durch die Bank ist jedem Hersteller wichtig, vor allem bei der ersten Präsentation, einen möglichst guten Eindruck zu machen. So werden Testfahrten in der Regel (wie auch bei dem Launch des Dune Carbon) immer auf dem Topmodell ausgeführt. Als dessen Preis verkündet wurde, ging aber auch ein kleines Raunen durch die Reihen der Medienvertreter.
Betrachtet man das XR Top-Modell, finden sich dementsprechend auch fast keine Kritikpunkte an der Qualität der Ausstattung. Wo sind denn die Carbonfelgen, mag der eine oder andere fragen? Aber diese würden vermutlich den Preis in den fünfstelligen Bereich bringen.
Aber bevor man – wie so oft – losschreit, wie teuer das alles ist, muss man auch sagen, dass von diesem Bike ebenfalls eine Aluminiumvariante angeboten wird, welche preislich weitaus attraktiver ist. Hier verzichte ich lediglich auf die Verstellmöglichkeiten der Kettenstrebe (430 als fester Wert) und bleibe bei einem Lenkwinkel von 66 Grad.
Aluminium
- 3299 € Dune – Mondraker blue orange
- 3999 € Dune R – Lime Mondraker blue
- 4999 € Dune RR – Flame red lime
- 1899 € Dune RR Frameset – Flame red lime (Fox Float X Dämpfer, Steuersatz, 30 mm Vorbau, 142×12 Achse, Sattelstützklemme, Dämpferschutz, Umwerfermontageadapter)
Carbon
- 5499 € Dune Carbon R – White orange
- 6999 € Dune Carbon RR – Lime Mondraker blue
- 8799 € Dune Carbon XR – Mondraker blue yellow
- 3899 € Dune Carbon XR Frameset – Mondraker blue yellow(Fox Float X2 Factory Dämpfer, Steuersatz mit Winkelanpassungsschalen, 30 mm Vorbau, 142×12 Achse, Sattelstützklemme, Dämpferschutz, Bashguard, Ausfallende für 430 und 440 mm Kettenstrebenlänge, Bremssatteladapter für entsprechende Anpassung)
Test-Fazit zum Mondraker Dune Carbon
“Ultimate Enduro Race Bike” – so der vollmundige Anspruch von Mondraker, der den Beschreibungstext zum Dune betitelt. Superlativen in der Bikebranche sind zwischenzeitlich so überstrapaziert, dass eigentlich niemand ihnen noch Glauben schenken mag. Aber wie steht’s damit beim Dune?
Was ich über das Dune nach zwei Tagen Testfahrt sagen kann ist, dass es definitiv mit seinem Konzept aus (annähernd) kompromissloser Ausstattung, Design und Forward Geometry, aus der Masse der aktuellen Enduro-Bikes heraussticht.
Die vermittelte Sicherheit, selbst in gröbstem Geläuf und Balance im Grenzbereich, ist sehr beeindruckend. Nach jedem Lauf war ich gefordert, die Druckstufen härter abzustimmen, um den durch die immer schnellere Fahrweise und den damit verbundenen höheren Kräften entgegen zu wirken. Wo letztendlich für mich das Limit lag, konnte ich in zwei Tagen nicht herausfahren. Was ich aber sagen kann ist, dass mich dieses Rad schneller gemacht hat. Die Möglichkeiten der Anpassung der Geometrie und dem Fahrwerk geht sogar über die mancher Downhillbikes hinaus. All dies in einem 14,2 kg (Rahmengröße XL) Paket, das sich ohne große Tränen in den Augen bergauf fahren ließ.
In Summe ist das Dune Carbon ein Bike für Leute, die wissen was sie wollen und so ziemliche jede Situation am Berg über Geschwindigkeit lösen. Je schneller man das Rad fährt, desto besser funktioniert es und verlangt immer noch nach mehr. Insofern kann ich Mondrakers Superlativ-Anspruch “Ultimate Enduro Race Bike” hier einmal guten Gewissens bestätigen.

Testerprofil Jens:
- Körpergröße: 1,90 m
- Gewicht (fahrfertig): 92kg
- Schrittlänge: 91cm
- Armlänge: 58cm
- Oberkörperlänge: 56cm
- Fahrstil: Schnellste Linie, auch wenn es mal ruppig ist.
- Was fährst du hauptsächlich: Singletrails, Sprunglastiger Localspot, Freeride, DH
- Vorlieben bezüglich des Fahrwerks: Straff, gutes Feedback vom Untergrund, viel Druckstufe, progressive Kennlinie
- Vorlieben bezüglich des Rahmens: Kettenstreben nicht zu kurz (ca. 430 mm), Lenkwinkel tendenziell eher flacher.
Foto: Nathan Hughes, Jens Staudt
Video: eine Abfahrt in Leogang mit dem Mondraker Dune Carbon
Rainy run in Leogang von Grinsekater – Mehr Mountainbike-Videos
Der Beitrag Mondraker Dune Carbon: Test des kompromisslosen Enduro-Racers ist auf MTB-News.de erschienen.